Kurz vor dem Wettkampf: Warum weniger jetzt mehr sein kann

Mehr Training bringt kurz vor dem Wettkampf nicht automatisch mehr Leistung. Profi-Triathletin Daniela Bleymehl verrät, worauf sie in den letzten 14 Tagen vor dem Start bewusst verzichtet – und warum weniger oft mehr ist.
Die letzten 14 Tage vor dem Rennen: Was Profi-Triathletin Daniela Bleymehl jetzt bewusst NICHT mehr tut
Das Training ist absolviert, die langen Einheiten liegen hinter dir und der Wettkampf rückt näher. Jetzt beginnt eine Phase, die viele Hobby-Sportlerinnen und -Sportler unterschätzen: die letzten zwei Wochen vor dem Start.
Wer glaubt, jetzt noch einmal besonders hart trainieren zu müssen, macht oft genau das Gegenteil von dem, was Profi-Athletinnen und -Athleten tun. Denn kurz vor dem Rennen geht es nicht mehr darum, fitter zu werden – sondern möglichst frisch, gesund und voller Energie an der Startlinie zu stehen.
Daniela Bleymehl verrät, worauf sie in den letzten 14 Tagen vor einem Wettkampf bewusst verzichtet.
💪 1. Keine Heldeneinheiten mehr
Die größte Fitness entsteht nicht in den letzten Tagen vor dem Rennen. Was jetzt zählt, ist Regeneration. Deshalb verzichtet Daniela auf besonders lange oder harte Trainingseinheiten.
💬 „Die Arbeit ist gemacht. In den letzten zwei Wochen geht es darum, die Trainingsmüdigkeit abzubauen und mit einem guten Gefühl ins Rennen zu gehen.“
👟 2. Kein neues Material testen
Neue Laufschuhe, ein anderer Sattel oder ein unbekanntes Trinksystem? Kurz vor dem Wettkampf tabu.
Alles, was am Renntag zum Einsatz kommt, sollte bereits im Training getestet worden sein. So lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden.
🍌 3. Keine Ernährungsexperimente
Auch bei der Ernährung setzt Daniela auf Bewährtes. Neue Gels, Supplements oder spezielle Ernährungsformen können kurz vor dem Rennen mehr schaden als nutzen.
💬 „Wenn etwas im Training funktioniert hat, dann bleibt es auch in der Wettkampfwoche Teil meines Plans.“
⌚ 4. Nicht ständig die Form überprüfen
Viele Sportlerinnen und Sportler werden kurz vor dem Wettkampf nervös und möchten ihre Leistungsfähigkeit noch einmal testen. Daniela verzichtet bewusst darauf.
Wer ständig versucht, seine Form zu kontrollieren, riskiert unnötige Belastung und verunsichert sich oft selbst. Vertrauen in die Vorbereitung ist jetzt wichtiger als jede Bestätigung auf der Trainingsuhr.
❌ 5. Kein unnötiger Stress
Neben Training, Ernährung und Material spielt ein weiterer Faktor eine entscheidende Rolle: Erholung.
Ausreichend Schlaf, feste Routinen und möglichst wenig Hektik helfen dabei, die Energiereserven optimal aufzufüllen. Deshalb plant Daniela die Tage vor einem Wettkampf bewusst ruhig und strukturiert.
⭐ Danielas Tipp für die letzten Tage vor dem Start
„In den letzten zwei Wochen gewinnst du keine zusätzliche Fitness mehr. Aber du kannst viele Fehler vermeiden. Vertraue auf das Training, das hinter dir liegt, und konzentriere dich darauf, ausgeruht und gesund an der Startlinie zu stehen.“
Denn manchmal ist die beste Vorbereitung genau das, was man bewusst nicht mehr tut.
Daniela



